toto corde, tota anima, tota virtute
Von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft

An der Schule von Journalisten lernen

Journalismus ist der schönste Beruf der Welt. Das sagten die Studentinnen und Studenten der Ringier Journalistenschule, als sie am Mittwoch, 25. Oktober die Stiftsschule Einsiedeln besuchten. Wir stellten Fragen: Woher bekommen Journalisten so schnelle Antworten? Müssen sie gut reden können? Und sollten sie auch gut zuhören können?

In einem Halbkreis vor der Klasse flüstern die Journalistenschüler gespannt, denn 25 neugierige Köpfe schauen die Journalistinnen und Journalisten mit grossen Augen an. Zwei Welten treffen aufeinander, doch beide Seiten sind gespannt. «Wie lange geht es, bis ein Artikel fertig geschrieben ist?», tönt die erste Frage durch das Klassenzimmer. «Das ist unterschiedlich», meint der Journalismus-Student Nicola Abt auf Berndeutsch. Weiter meint Nicola, je nach Thema und Vorgabe der Redaktion könne ein Artikel schon in wenigen Minuten geschrieben werden. Es könne aber auch über Wochen dauern, bis ein Artikel final in der Zeitung erscheint.

Es ist nicht einfach von der Ringier Journalistenschule aufgenommen zu werden. Es bewerben sich zwischen 80-90 Personen. Aufgenommen werden nur 14. Noten dafür gibt es keine. „Sie haben viele Freiheiten und müssen erst um neun Uhr beginnen, das finden wir cool“, meint hingegen Julie (12) aus der 1b. Sie spricht für viele der Schülerinnen. Auch Céline (12) hat viel Neues gelernt. „Mich hat überrascht, dass man nicht unbedingt gut in Deutsch sein muss.“

Ein Schüler fragt: «Welche drei Eigenschaften muss ein guter Journalist haben?» Die Antwort: «Ich denke, ein guter Journalist muss neugierig und leidenschaftlich sein.» Ein anderer Journalist sagt noch: «Ich denke ein guter Journalist muss auch eine gewisse Sympathie ausstrahlen.»

 “Wie lange dauert es bis sie einen Promi interviewen können?”, wollte eine Stiftsschülerin wissen. Dabei wurde die Diskussion darauf gewendet, was eine berühmte Persönlichkeit überhaupt ist. Eine Studentin durfte aber schon eine berühmte amerikanische Sängerin interviewen, jemand anderes den deutschsprachigen Rapper Bligg. Die Studentin Lea Oetiker erzählt, dass man bei keinem anderen Beruf so viele verschiedene Menschen kennenlernt wie als Journalistin.

Dieser Beruf hat aber auch Schattenseiten, denn das Journalistenleben ist gar nicht so einfach wie es erscheint. Ständig aufzupassen, dass man das Gleichgewicht von Persönlichkeitsrecht und öffentlichem Interesse beibehält. Wenn Journalisten eben dieses Recht verletzen, können sie oder ihr Medienunternehmen innerhalb von wenigen Minuten angeklagt werden. Auch der Auslandjournalismus ist ein gefährlicher Weg, welcher nicht von vielen eingeschlagen wird, denn man ist permanent Gefahren ausgesetzt, wobei nicht klar ist, ob man diese überlebt. Trotzdem wagen sich viele Leute dort hinaus, nachdem sie die notwendigen Formulare ausgefüllt haben, denn ihre Leidenschaft ist grösser als die Angst.

Über eine Stunde löchern die Schüler der Klasse 1b die Journalistenschüler. Danach hatten alle Zeit, einen Artikel darüber zu schreiben, bei dem die Journalisten eifrig mithalfen und gute Ideen einbrachten. So konnten alle etwas dazu lernen, und hatten viel Spass miteinander. Es ist gut möglich, dass dieser Besuch vielen von uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Lukas, Anna, Julie, Céline, Rahel, Korel, Aldro, Flurina, David, Jonas, Carine (1b)

Ich denke, es ist anspruchsvoll, denn man muss immer schauen, dass man nichts Falsches schreibt. Wenn man jemanden überführen möchte, muss man genügend Beweise haben. Vertrauenswürdige Quellen sind sehr wichtig. Eine Journalistin der Journalistenschule hat diese Dinge mit mir besprochen als sie mit ihren Mitschülern an der Stiftsschule zu Besuch war. Erschrecken mich diese Tatsachen? Nein! Denn ich glaube das jeder Job hart ist, wenn man ihn gründlich macht.

Fabienne (1b)

«Journalistische Arbeit ähnelt in manchen Fällen einer Detektivarbeit», sagte einer der jungen Journalisten. Wie zum Beispiel bei einem Mord-Fall wollen die Ermittler, meist Polizisten, nicht alles über den Fall ausspucken. Daher interviewen die Journalisten die Verwandten etc. selbst, fügen dann diese Informationen zusammen, fast wie bei einem Puzzle. Doch man musste immer aufpassen keine Fake-News zu erwischen. Ein Fakt, ist erst dann ein Fakt, wenn es drei Quellen bestätigen.

Rahel (1b)

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