toto corde, tota anima, tota virtute
Von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft

Certamen Turicoeinsidlense 08.11.2019

Das Certamen Turicense ist ein Latein-Übersetzungswettbewerb, der vom Forum Alte Sprachen Zürich ursprünglich für Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der 5. bzw. 6. Klassen aus dem Kanton Zürich ins Leben gerufen wurde. Die diesjährige Ausgabe am Freitag, dem 8. November, führte 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vier Kantonen und 12 Gymnasien an die Stiftsschule, wo sie neben den altehrwürdigen Klostergebäuden auch der erste Schnee erwartete, und wurde so zu einem certamen Turicoeinsidlense. Als Wettbewerbsaufgabe galt es, einen Ausschnitt aus der Meinradsvita aus dem 10. Jahrhundert zu übersetzen und zu kommentieren.
In der Nacht hat Meginradus, der als Gründer des Klosters Einsiedeln in die Geschichte eingehen sollte, Besuch von einem weiss gekleideten 7-jährigen Knaben. Mit diesem führt er ein Gespräch, dessen Inhalt sein Gast, der die Begegnung beobachtet, nicht versteht. Lag es am Latein?
Mit Latein hatten die Schülerinnen und Schüler jedenfalls keine grossen Probleme, sie alle haben den Text verstanden und teilweise sehr gut übersetzt. Als Delegation von der Stiftsschule nahmen auch Jael Inauen 5a, Megan Wang 5b und Philipp Obrist 5b teil. Nach 2 1/2 Stunden harter Übersetzungs- und Kommentierarbeit gab es eine Stärkung in der Mensa und eine Führung durch das Kloster unter kundiger Führung von Pater Alois. An der Preisverleihung klärte Abt Urban über die mittelalterliche Symbolik der Zahlen 3 und 7 auf und würdigte die drei Preisträger in einer geschliffenen lateinischen Rede.
Mit dem Zug, einem Biberli und dem Comic über das Leben des heiligen Meinrad ging es für die auswärtigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zurück in die Kantone Zürich, St. Gallen und Glarus.
Die drei Sieger sind:
1. Platz: Cyrill Kloter, Kantonsschule Hohe Promenade Zürich
2. Platz: Estelle Zemp, Kantonsschule Uster
3. Platz: Lily Watanabe, Kantonsschule Hohe Promenade Zürich

Der Anlass wurde auch von einem «legatus radiophonicus», einem Korrespondenten von Radio SRF begleitet. Seinen Beitrag für die Sendung «Echo der Zeit» können Sie nachzuhören.

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