Am 23. und 25. November 2022 öffnen wir unsere Türen und heissen Sie/dich an der Stiftsschule Einsiedeln herzlich willkommen. Wir freuen uns auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher!

toto corde, tota anima, tota virtute
Von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft

Theater

Seit der Gründung der Stiftsschule des Klosters Einsieden im Jahre 1839, waren Theater und Musik neben der Wissensvermittlung immer ein zentrales Anliegen der Klostergemeinschaft. In all diesen Jahren pflegte die Schule mit einem unglaublich lebendigen Eifer die darstellenden Künste mit Opern, Singspielen, geistlichen Werken, griechische Dramen und römische Lustspiele in Originalsprache sowie Texten der modernen Literatur. So kamen im Laufe der Zeit bei zwei bis drei Produktionen pro Jahr unzählige Stücke auf die Bühne. 

Mit der heutigen Theatertruppe setzt die Schule diese wunderbare Tradition weiter fort und findet auch noch heute begeisterte Schülerinnen und Schüler, die sich von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und ganzer Kraft für den Fortbestand dieser Tradition einsetzen. Ihnen gebührt unser Dank, denn was nützte uns all unser Wissen und all unsere Erfahrung, wenn wir sie nicht an begeisterungsfähige und engagierte Schülerinnen und Schüler weitergeben könnten.

Der Autor und das Stück – „Biedermann und die Brandstifter“

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Das Stück zeigt die Geschichte des Bürgers Gottlieb Biedermann, der die Brandstifter in sein Haus einlädt, um von ihnen verschont zu werden. Es entlarvt präzise eine Geisteshaltung, die dem Zerstörerischen und Totalitären zum Erfolg verhilft. Biedermann und die Brandstifter – eine politische Parabel, die ihre kritische Kraft nicht aus der Entlarvung der Lüge bezieht, sondern aus der Inszenierung
der biedermännischen Wehrlosigkeit gegenüber Verbrechern, die von Anfang an sagen, was sie wirklich wollen.
Das »Lehrstück ohne Lehre« wurde am 29. März 1958 am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. Die deutsche Erstaufführung mit der Uraufführung des Nachspiels war am 28. September 1958 an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main. Biedermann und die Brandstifter gehört seit Jahren neben vielen anderen Stücken von Frisch zum internationalen Theaterrepertoire.

Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren und starb am 4. April 1991 an den Folgen eines Krebsleidens in seiner Wohnung in Zürich. 1930 begann er sein Germanistik-Studium an der Universität Zürich, das er jedoch 1933 nach dem Tod seines Vaters (1932) aus finanziellen Gründen abbrechen musste. Er arbeitete als Korrespondent für die Neue Zürcher Zeitung und studierte später Architektur. Seine erste Buchveröffentlichung, der Roman Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt, erschien 1934 in der Deutschen Verlags-Anstalt Stuttgart. 1950 erschien das Tagebuch 1946-1949 als erstes Werk Frischs im neugegründeten Suhrkamp Verlag. Zahlreiche weitere Publikationen
folgten.

Flyer
Stiftstheater 2022 „Biedermann und die Brandstifter“

Regie
Oscar Sales Bingisser

Vorstellungen im Theatersaal der Stiftsschule
Freitag, 18. März 2022, 20.00 Uhr
Samstag, 19. März 2022, 20.00 Uhr
Sonntag, 20. März 2022, 17.00 Uhr
Freitag, 25. März 2022, 20.00 Uhr
Samstag, 26. März 2022, 20.00 Uhr

Karten sind bis 12 Stunden vor der Vorstellung hier erhältlich: https://www.showticket.ch/stiftstheater2022

Preise 
ErwachseneFr. 20.-
Schüler & StudentenFr. 10.-
aktuelle StiftsschülerFr. 5.–
Kinder bis 12 JahreFr. 5.-
Patresgratis

Theaterbistro
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt; das Theaterbistro öffnet jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

Der Autor und das Stück – „Gott und andere Zufälle“

Alles beginnt mit einem Autoren und einem Schauspieler: Ungefähr 500 Jahre vor Christi Geburt streiten sie sich über den Ausgang eines Stücks, das sie beim Athener Dramen-Festival aufführen möchten. Da sie beide jedoch bald merken, dass sie nur Rollen in einem anderen Stück spielen, starten sie einen Dialog mit dem Publikum. Bis klar wird, dass auch dieses Publikum nur erfunden ist…
Im Theaterstück «Gott und andere Zufälle» sind Fiktion und Wirklichkeit derart ineinander verflochten, dass sowohl das Kunstwerk als auch die Realität sich aufzulösen beginnen. Hilfe in dieser vertrackten Situation verspricht ein Erfinder: Er bietet dem Autoren (welchem auch immer) eine Maschine an, mit welcher der Göttervater Zeus am Ende des Stücks einfliegen und die Akteure retten soll. Da jedoch die Maschine versagt, stranguliert sich der einschwebende Zeus. Gott ist tot.

Woody Allen, Jahrgang 1935, ist einer der wichtigsten Filmemacher unserer Zeit und steht in der Tradition von Künstlern wie den Marx-Brothers und Charlie Chaplin. In seinen Texten und Filmen seziert er stets mit aggressiver Komik die gesellschaftlichen Bedingungen, welche verhindern, dass seine Figuren glücklich werden können. Eine zentrale Rolle spielt dabei die List der Vernunft. Sie erschafft das Komische, erzwingt Resultate über die Köpfe der Menschen hinweg und macht uns zu ohnmächtigen Abziehbildern eines anonymen Ganzen, das sich nur mit anarchischem Humor überleben lässt.

Flyer
Stiftstheater 2021 „Gott und andere Zufälle“

Regie
Oscar Sales Bingisser

Vorstellungen im Theatersaal der Stiftsschule
Freitag, 11. Juni 2021, 20.00 Uhr
Samstag, 12. Juni 2021, 20.00 Uhr
Sonntag, 13. Juni 2021, 17.00 Uhr
Freitag, 18. Juni 2021, 20.00 Uhr
Samstag, 19. Juni 2021, 20.00 Uhr

Karten sind bis 12 Stunden vor der Vorstellung hier erhältlich (keine Abendkasse): https://www.showticket.ch/stiftstheater2021

Preise 
ErwachseneFr. 20.-
Schüler & StudentenFr. 10.-
aktuelle StiftsschülerFr. 5.–
Kinder bis 12 JahreFr. 5.-
Patresgratis

Theaterbistro
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt; das Theaterbistro öffnet jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

Der Autor und das Stück – „Krach im Hause Gott“

Felix Mitterer, geboren am 6. Februar 1948 in Achenkirch/Tirol; seine Mutter war eine verwitwete Kleinbäuerin, sein Vater ein rumänischer Flüchtling. Seit 1977 ist er freiberuflich als Autor und Schauspieler tätig. Mitterers Stücke zählen zu den meistgespielten in Österreich. Wie kaum jemand sonst versteht er es, ungewöhnliche Schicksale dramaturgisch in Szene zu setzen.
Das mit viel Wortwitz und Charme angereicherte Stück „Krach im Hause Gott“ bietet einen kritischen und auch sehr humorvollen Blick auf Kirche, Glauben und Machtverhältnisse. Der hochdramatische Ausgangspunkt ist ein eilig einberufenes Treffen: Gott ist der Menschheit und ihres unseligen Treibens endgültig überdrüssig. Überall herrscht Gewalt, Mord und Totschlag. Das Experiment mit dem eigenen Sohn, der eine Botschaft des Friedens und der Barmherzigkeit brachte und für die Sünden der Menschen sein eigenes Leben hingab, ist gescheitert. So ruft Gott zum Jüngsten Gericht. Doch vor der endgültigen Vernichtung der Erde und ihrer Bewohner werden Jesus und der Heilige Geist um Rat gefragt. Zudem bestellt Gott ausgerechnet Satan zum Verteidiger der Menschheit. Und Satan erhält nicht selten Unterstützung von Jesus, der das Menschsein kennt. Die entscheidende Wende tritt ein, als sich eine Frau in der göttlichen Männerversammlung durchzusetzen versucht: die Gottesmutter Maria…

Flyer
Stiftstheater 2020 „Krach im Hause Gott“

Regie
Oscar Sales Bingisser

Vorstellungen im Theatersaal der Stiftsschule
Freitag, 13. März 2020, 20.00 Uhr (max. 100 Zuschauer)
Samstag, 14. März 2020, 20.00 Uhr (max. 100 Zuschauer)
Sonntag, 15. März 2020, 17.00 Uhr (max. 100 Zuschauer)
Freitag, 20. März 2020, 20.00 Uhr (abgesagt)
Samstag, 21. März 2020, 20.00 Uhr (abgesagt)

Karten Online-Reservation (Es wurde die maximal erlaubte Zahl Eintrittskarten abgegeben)
(Für die Bestellbestätigung ist allenfalls der SPAM-Ordner zu kontrollieren)

Preise  
Erwachsene Fr. 20.-
Schüler & Studenten Fr. 10.-
aktuelle Stiftsschüler Fr. 5.–
Kinder bis 12 Jahre Fr. 5.-
Patres gratis

Theaterbistro
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt; das Theaterbistro öffnet jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

  • 2021 Gott und andere Zufälle – von Woody Allen
  • 2020 Krach im Hause Gott – von Felix Mitterer
  • 2019 Le Malade imaginaire – von Jean-Baptiste Molière
  • 2018 S’letschti Lied – ein liederlicher Abend rund um Mani Matter
  • 2017 Arsen & Spitzenhäubchen – von Joseph Kesselring
  • 2016 Hase Hase – von Coline Serreau
  • 2015 Der gestiefelte Kater – von Ludwig Tieck
  • 2014 Der Ritter vom Mirakel – von Lope de Vega
  • 2013 Die Räuber – von Friedrich Schiller
  • 2012 Ein wahrer Held – von John Millington Synge

Eine Bildauswahl der Aufführung 2019 von «Le Malade imaginaire».
Bildrechte: T
horsten Breuer.