Erfolgreiche Mathenacht an der Stiftsschule

35 Schülerinnen und Schüler der Stiftsschule, insgesamt sechs Lehrpersonen sowie eine ehemalige Schülerin nahmen vergangene Woche an der im gesamten deutschen Sprachraum ausgetragenen Mathenacht teil. Alle Teilnehmenden der Stiftsschule schafften es bis in die dritte und damit letzte Runde. Die 6. Klassen erreichten sogar den 53. Platz von 951 teilnehmenden Teams, die Teams der 3. Klassen den 30. von 1774 Teams.
Die Schülerinnen und Schüler stellten die Teams selbst zusammen, oft auch klassenübergreifend. Es fanden sich vor allem diejenigen zusammen, die Lust hatten, die zahlreichen Matheaufgaben durchzurechnen und auf anspruchsvollem Niveau zu knobeln. Die Teilnahme ist jedes Jahr freiwillig. Mitmachen kann man schulintern ab der 3. Klasse, wenn man Freude daran hat, die kniffligen Matheaufgaben des Wettbewerbs zu lösen, um Level um Level weiterzukommen.
Rechnen bis in die frühen Morgenstunden
Geschlafen wird sehr wenig bei diesem Anlass, immerhin rechnet und tüftelt man bis in die frühen Morgenstunden. Wenn man zwischendurch einschläft, dann auf Isomatten, Sitzsäcken oder mitgebrachten Kissen, um dann wieder weiterzumachen oder sich kulinarisch wieder etwas Energie zuzufügen.
So setzt man bei dieser grossen intellektuellen Leistung vor allem auf ausgiebige Energiezufuhr: «Erst gibt es Pizza für alle und dann Snacks: Mandarinen, Gummibärchen, Schokolade, Chips, Nüsse, Kekse, viel Cola und Kaffee», so die schulinterne Organisatorin des Anlasses, Frau Silvia Brunner. «Und wenn Zucker und Koffein nicht mehr helfen, wach zu bleiben, kann man den Kopf bei einer Runde Volleyball oder Basketball in der Turnhalle durchlüften oder bei einer kurzen Schneeballschlacht», so die weitere Info.
Über 20 000 Teilnehmende im gesamten deutschsprachigen Raum
Dieses Jahr waren die StiftsschülerInnen sehr erfolgreich. Alle Jahrgänge erreichten die 3. und letzte Runde. Die 6.Klassen und 3.Klassen konnten auch in der 3.Runde noch Aufgaben lösen und waren so 53. von 951 teilnehmenden Teams bzw. 30. von 1774 Teams. Insgesamt haben im gesamten deutschsprachigen Raum 21.761 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb teilgenommen. In die dritte Runde haben es 1945 Teams geschafft.
Was den Erfolg ausmacht
«Der Erfolg der Mathenacht ist eigentlich das Gemeinschaftserlebnis», so Frau Brunner. Da man nicht alleine im Wettbewerb ist, sondern als Team und sogar als Jahrgangsteam startet, ist das Ganze ein sehr sozialer Anlass. Natürlich sei es schön, wenn man dann voran kommt beim Aufgaben lösen und die nächste Runde erreicht, aber das Erlebnis gemeinsam dies zu erreichen und dabei die Nacht in der Schule zu verbringen, sind wohl die grössten Erfolge. «Und dass die meisten Teilnehmenden immer wieder dabei sind bei der Mathenacht», so die begeisterte Mathematikerin.
Erfinder und Veranstalter der Mathenacht ist der mittlerweile pensionierter Mathematiklehrer Jürgen Carow aus Neumünster (Schleswig-Holstein, Deutschland). Er und sein Team aus knapp 30 Freiwilligen veranstalten seit 1999 die Mathenacht. Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenlos; sie finanzieren sich nur durch Spenden und Freiwilligenarbeit.
Maria Egartner